Samstag, 6. September 2014

Simon berichtet in der VIAmedici

Es ist der 7. April. Wir haben fünf Grad minus. Auf dem Gipfel des Kala Patthar (5.675 m), oberhalb des Everest Base Camps geht die Sonne auf. Da sitze ich nun, umgeben von den höchsten Bergen der Welt – und fühle mich abgekämpft und glücklich zugleich. Mein Atem geht schwer. Vor zwei Tagen habe ich wegen der großen Höhe Blut gehustet. Ich blicke auf den Everest, der nochmals 3.000 m über uns thront und denke an einen ganz anderen Ort, ohne Schnee und Berge, dafür mit Krokodilen, Elefanten und Tigern. Dort in einem Dorf mitten im Urwald, 35 Grad wärmer und 5.000 Höhenmeter tiefer im Süden an der Grenze zu Indien, habe ich bis vor zwei Wochen meine Famulatur absolviert – und Erlebnisse gesammelt, die so gegensätzlich sind wie dieses Land.

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